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18. März 2020
Lesedauer: 2 Minuten

Wie Lernen uns jung hält

Den Kopf fit halten, seinen Grips anstrengen und niemals einrosten – wie wir uns durch Lernen für die Zukunft wappnen und gleichzeitig etwas für unsere Gesundheit tun.

Ausgelernt – gibt es das? Zum Glück nicht. Auch wenn die Schulzeit beendet ist, man den Gesellenbrief in den Händen hält oder den Master of Science in der Tasche hat, gibt es Neues zu entdecken. In den meisten Berufen ist es sogar notwendig, am Ball zu bleiben, vorhandenes Wissen zu vertiefen und sich neue Fähigkeiten anzueignen. Denn Gesellschaft und Wirtschaft entwickeln sich ständig weiter. Aber auch für unsere Gesundheit ist lebenslanges Lernen wichtig. Neugierde hält uns jung, das Erweitern des Horizonts macht uns glücklicher.

Das Gehirn behält auch mit zunehmendem Alter die Fähigkeit, neue Nervenzellen zu bilden und diese miteinander zu verknüpfen.

Ein fittes und glückliches Gehirn
Wenn wir etwas Neues lernen, bilden sich in unserem Gehirn neue Nervenbahnen. Bei jeder Wiederholung werden sie gestärkt, und das neu gebildete Netzwerk verfestigt sich. Das Gehirn ist dabei wie ein Muskel – man muss es regelmäßig fordern und trainieren, um seine Leistungsfähigkeit zu erhalten. Deshalb ist es wichtig, auch später im Leben seinen Geist fit zu halten. So lässt sich sogar das Risiko für Krankheiten wie Alzheimer reduzieren. Bei der Bildung der Nervenbahnen spielt der Botenstoff Dopamin eine wichtige Rolle: Er hilft dabei, Informationen in unserem Langzeitgedächtnis zu speichern. Außerdem sorgt er dafür, dass in unserem Gehirn opiumähnliche Wirkstoffe ausgeschüttet werden, sobald wir etwas Neues lernen oder ein überraschendes, positives Erlebnis haben – wie zum Beispiel dann, wenn das Lösen einer schwierigen Aufgabe gelingt. Das Gehirn belohnt uns also mit Glücksgefühlen, wenn wir erfolgreich etwas Neues lernen. Ob das neue Vokabeln sind oder eine Matheformel, ist dabei irrelevant.

Dank Weiterbildung positiv in die Zukunft blicken
Dinge zu lernen und uns so weiterzuentwickeln, ist aber nicht nur gut für unsere Gesundheit. Auch beruflich eröffnen sich dadurch neue Möglichkeiten, und wir können besser – und gelassener – auf Veränderungen reagieren. Viele empfinden zum Beispiel wachsendes Unbehagen an der fortschreitenden Digitalisierung und Automatisierung. Laut einer Umfrage des Bundesverband Digitale Wirtschaft (Juli 2019) verbinden 21 Prozent der Befragten mit dem technologischen Wandel die Sorge um ihren Arbeitsplatz. Sie befürchten, dass ihr Job bald von einer Maschine übernommen werden könnte und sie selbst nicht mehr gebraucht werden. Diesen Bedenken kann man jedoch entgegenwirken, indem man sich in seinem Fachgebiet entsprechend weiterbildet oder sogar neue Wege findet. Prognosen sagen voraus, dass durch neue Technologien nicht nur Arbeitsplätze verschwinden, sondern auch viele neue geschaffen werden. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, sein Schicksal selbst in die Hand zu nehmen und positiv mit Veränderungen umzugehen. Weiterbildung ist dabei ein entscheidender Baustein, um optimistisch in die eigene berufliche Zukunft zu blicken.

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