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1. September 2020
Lesedauer: ca. 2 Minuten

Studie bestätigt: Weiterbildung lohnt sich

Eine berufliche Höherqualifizierung hat handfeste Vorteile - und das in vielfacher Hinsicht. Das zeigt der aktuelle BIBB Report.

Fachwirt*in, Meister*in, Betriebswirt*in, Techniker*in - wer nach einer Ausbildung diese Bildungsabschlüsse erreichen will, nimmt einige Anstrengungen und zeitliche Entbehrungen in Kauf. Aber lohnt sich der Einsatz überhaupt? Das wollte auch das Bundesinstitut für Berufsbildung, kurz BIBB, wissen und hat den Nutzen von höheren Berufsbildungsabschlüssen untersucht. Dazu analysierte das Institut aktuelle repräsentative Daten inklusive einer Befragung von Erwerbstätigen. Die Ergebnisse, die im aktuellen BIBB Report vorgestellt werden, zeigen: Die Frage, ob sich berufliche Höherqualifizierung lohnt, kann guten Gewissens mit Ja beantwortet werden.

Der Karriere neuen Auftrieb geben
Wer sich höherqualifiziert, gibt der beruflichen Laufbahn einen Schub. Denn mit der Höherqualifizierung steigt auch die Chance, mehr Verantwortung im Unternehmen und gegenüber Kolleg*innen zu übernehmen. So leiten fast 60 Prozent der Befragten ein Projekt, eine Gruppe oder ein Team. Zum Vergleich: Unter den Arbeitnehmer*innen mit Berufsausbildung ohne Höherqualifizierung haben nur 29 Prozent eine solche Funktion in ihrem Betrieb inne. Ähnlich erfreulich sieht es bei der Rolle als Vorgesetzte*r (45 zu knapp 23 Prozent) und bei der eigenständigen Budgetverantwortung aus (37 zu rund 17 Prozent). Eine Höherqualifizierung eröffnet also die Möglichkeit, eine Führungsfunktion zu übernehmen oder Karriere im Fachbereich zu machen.

Der Bonus beim Gehalt
Wie wirkt sich eine Fortbildung auf das Einkommen aus? Auch hier gibt es erfreuliche Nachrichten: Fast die Hälfte der Umfrageteilnehmer*innen gibt an, dass sich die berufliche Höherqualifizierung auch im Einkommen niederschlägt. Dies bestätigt die Datenanalyse, wobei Frauen und Männer gleichermaßen profitieren. Den größten Gehaltszuwachs erzielen dabei vollzeitbeschäftigte Arbeitnehmer*innen mit Höherqualifizierung im Vergleich zu Kolleg*innen mit nur betrieblicher Ausbildung: Hier liegt der Unterschied beim Bruttomonatslohn bei 900 Euro.

"Die Studie ist eine tolle Bestätigung für unsere Absolvent*innen - und ein ordentlicher Motivationsschub für unsere Lernenden."

Maziar Arsalan, Geschäftsführer der sgd

Der persönliche Nutzen
Die Analyse zeigt zudem, dass die Erwerbslosenquote bei Höherqualifizierten niedriger liegt als bei Akademiker*innen. Ebenfalls gewertet wurden auch persönliche Einschätzungen. So berichteten zum Beispiel fast zwei Drittel der Teilnehmer*innen, dass sich Fortbildungen der Industrie- und Handelskammern positiv auf ihre berufliche Laufbahn ausgewirkt haben. Unterm Strich schätzen fast 90 Prozent den Nutzen ihrer Weiterbildung als hoch ein.

Die BIBB-Analyse basiert auf Daten der Erwerbstätigenbefragung aus dem Jahr 2018, die vom BIBB und der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) durchgeführt wurde. Befragt wurden dabei rund 20.000 Erwerbstätige in Deutschland, die für eine repräsentative Stichprobe ermittelt wurden.

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