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von Barbara Debold  7. Mai 2019

Mut zum Lieben, Lachen, Lernen

Wieso beschäftigt uns die Frage nach dem Sinn des Lebens so sehr? Und: Müssen wir sie überhaupt abschließend beantworten können?

Es gibt sie, die ganz großen Meilensteine im Leben, die für viele Menschen umfassende Veränderungen bedeuten: besonders glückliche Anlässe, wie die Geburt eines Kindes oder eine Hochzeit. Phasen der Trauer. Ein besonderer Lebenstraum, der endlich in Erfüllung geht. All diese Ereignisse sorgen dafür, dass unser Leben plötzlich auf dem Kopf steht.

Aber auch weniger drastische Einschnitte regen uns zum Nachdenken an. Manchmal reicht es aus, in ein neues Zuhause umzuziehen, sich neu zu verlieben oder schlussendlich zu realisieren, dass der aktuelle Job eine Einbahnstraße ist. Für viele Menschen ist es in solchen Phasen wichtig, erst einmal zu sortieren: nach Wichtigem und Unwichtigem, nach Dringendem und weniger Zeitkritischem, nach essenziellen Bedürfnissen und Zweitrangigem.

Passt mein Leben zu mir?

Damit einher geht für viele die Frage nach dem Sinn: Wieso gehe ich einen bestimmten Weg, wieso habe ich mich dafür entschieden, und welchen Sinn ergibt das für mich? Ist es heute noch genauso passend wie vor einiger Zeit, als ich die Entscheidung getroffen habe? Oder habe ich mich selbst, haben meine Lebensumstände, hat die Welt sich weiter- oder vielleicht sogar in eine ganz andere Richtung entwickelt?

Dann kann es sein, dass man eine Entscheidung infrage stellt und überlegt: Ergibt das alles so noch Sinn? Oder sollte ich Anpassungen vornehmen, Dinge verändern, mich entwickeln – so, dass mein Leben wieder zu mir passt? Dann können persönliche oder berufliche Veränderungen notwendig werden.

Die Suche nach dem Sinn ist allgegenwärtig. Schon immer suchten Menschen nach Erklärungen und Gründen für unser Dasein. Die tiefe Sehnsucht nach einem großen Plan, der hinter allem steht, eint uns über Jahrtausende hinweg.

Wege entstehen dadurch, dass man sie geht. (Franz Kafka)

Wo ist der Masterplan?

Denn das ist es, was uns als Menschen ausmacht: Wir leben bewusst, wir planen unsere nächsten Schritte. Uns ist klar, dass uns nur eine begrenzte Zeit zur Verfügung steht, das wird besonders durch große Lebensereignisse ganz deutlich. Und diese Zeit möchten wir möglichst sinnstiftend verbringen. „Zeitverschwendung“ – das will niemand.

Die Antwort darauf, was sinnstiftend ist im Leben, muss jede und jeder für sich selbst beantworten. Sicher ist allerdings, dass die meisten von uns viele Jahre auf der Suche sind, und dass sich die für uns persönlich sinnvollen Aufgaben im Laufe unseres Lebens verändern.

Wir müssen also anpassungsfähig bleiben, bereit sein, Veränderungen anzunehmen, und uns immer wieder neu fragen, was wir genau jetzt brauchen für ein glückliches und erfülltes Leben. Und dann müssen wir mutig sein.

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