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27. November 2019
Lesedauer: 5 Minuten

Mein Blick zurück nach vorn

Wir ziehen um. Grund genug, einen Blick auf die eigene Geschichte zu werfen. Aus der Ich-Perspektive erzählt die sgd, wie alles begann und welche Pläne sie für die Zukunft hat.

Darf ich mich kurz vorstellen? Ich bin die sgd, Deutschlands führende Fernschule. Ich möchte Erwachsenen ermöglichen, sich weiterzubilden und beruflich neue Wege einzuschlagen. In nunmehr über 70 Jahren habe ich mehr als 900.000 Studierende kommen und erfolgreich gehen sehen. Nun ziehe ich um, von Pfungstadt ins Zentrum der Digitalstadt Darmstadt. Während sich um mich herum die Kisten stapeln, nutze ich die Zeit, um auf das Erreichte zurückzublicken und gleichzeitig neue Ziele anzupeilen.

Erste Schritte in der Weiterbildung

1948 erblickte ich als Fernkurs-Kamprath das Licht der Welt. Mit dem „Fernkurs für freie und angewandte Zeichenkunst“ begann meine Karriere als Fernschule. Bereits kurz nach dem Start waren meine Kurse für ihre hohe Qualität, ihre modernen Lernmethoden und eine gute Betreuung bekannt. Nach dem Zeichenkurs ging es Schlag auf Schlag, und ich baute die Zahl der Kurse zügig aus. Der Fokus lag nun auf stark nachgefragten technischen und kaufmännischen Abschlüssen.

Das erweiterte Kursangebot erforderte Unterstützung, sodass zu Beginn der 1950er-Jahre neben meinem Gründer Werner Kamprath bereits 20 Mitarbeiter*innen unter meinem Dach arbeiteten. Auch meinen Namen habe ich in dieser Zeit gewechselt: Seitdem nenne ich mich Studiengemeinschaft Darmstadt, Rufname sgd.

Umzug in die eigenen vier Wände

Mit inzwischen über 100 Kolleg*innen wurde es 1959 dann wirklich zu eng in den alten Räumen, und ich zog das erste Mal um. Meine eigenen vier Wände in Pfungstadt nahe Darmstadt waren geräumig und bedeuteten den Aufbruch in eine neue Zeit. Ab sofort hieß ich Studierende zum sogenannten Kombiunterricht mit Präsenzprüfungen in meinem Gebäude willkommen. Dieser Fortschritt wäre in meinem alten Zuhause undenkbar gewesen.

Abitur per Post

Ich finde, es sollte jedem Erwachsenen ermöglicht werden, seinen Schulabschluss nachzuholen. Daher entwickelte ich in den 1970er-Jahren das sogenannte „Abitur aus dem Briefkasten“. Anfangs erntete ich dafür skeptische Blicke. Ein Schulabschluss per Fernstudium? Das funktioniert? Und wie! Der Erfolg gibt mir recht: Egal ob damals per Post oder heute mit Hilfe moderner E-Learning-Methoden – Schulabschlüsse bleiben ein wichtiger Pfeiler der Weiterbildung im Fernstudium.

Am Puls der Zeit

Stets auf dem neuesten Stand zu sein, ist mir besonders wichtig. So verpasste ich auch Anfang der 1980er-Jahre nicht das Aufkommen der Computer. Ich erkannte die Chancen der neuen Technologie und führte schon früh Programmier- und PC-Lehrgänge ein. Meine Kurse setzten Trends – und bis heute bin ich die führende Fernschule für Informatik-Lehrgänge.

Der nächste Coup war meine Website: Schon Ende der 1990er-Jahre konnte man sich online informieren und direkt für Kurse anmelden. Ich befasste mich näher mit dem Internet und sah, wie es das Fernstudium erleichtern konnte. Meine verwegene Idee eines OnlineCampus, auf dem alle Studierenden Materialien einsehen und sich austauschen können, wurde bereits 2001 Wirklichkeit. Ein Meilenstein im Bereich des Fernstudiums!

Preise über Preise

Neben dem OnlineCampus profitieren meine Studierenden von einem Lernmedienmix aus Studienheften, Audio-Lernformaten und einem umfassenden Chat-Tool. Vom Weiterbildungs-Innovations-Preis bis zum Digital Champion durfte ich mich im vergangenen Jahrzehnt über zahlreiche Auszeichnungen freuen. Nach über 70 Jahren und mit mehr als 900.000 erfolgreichen Teilnehmer*innen im Rücken bin ich keineswegs altersmüde, sondern starte motiviert in die digitale Zukunft.

Wie geht´s für mich weiter?

Ich bin niemand, der gerne stehen bleibt. Das würde meinem Ideal des lebensbegleitenden Lernens widersprechen. Ich bin stolz darauf, mich stets weiterzuentwickeln und zu verbessern. Nach 70 Jahren in Pfungstadt ziehe ich nun zum zweiten Mal um und verlasse ein Gebäude, das mich lange geprägt hat und nun voller gepackter Kisten steht. Ich breche auf, um im Herzen der Digitalstadt Darmstadt meine Erfolgsgeschichte fortzuführen. In meinem neuen Zuhause bin ich für Teilnehmer*innen aus ganz Deutschland nun noch besser erreichbar und freue mich, wenn das geräumige und moderne Gebäude schon bald mit Leben gefüllt wird.

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